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03.11.2011

„Energieumstieg - Chancen für Brandenburg“, Diskussionsveranstaltung mit Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Zukunft auf märkischen Sand - Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien in Brandenburg diskutiert

Brandenburg ist ein Land voller Chancen, insbesondere in der zukunftsorientierten Frage der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien. Dies war das einhellige Kredo der Veranstaltung „Energieumstieg - Chancen für Brandenburg“ am Mittwoch, dem 02.11.2011, zu der der Sprecher für Mittelstands- und Handwerkspolitik der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg Frank Bommert in das Autohaus Endres eingeladen hatte. 

Als sachkundige Gäste zu diesem Thema referierten und diskutierten mit den Anwesenden die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Katharina Reiche MdB sowie Jacobus Smit, als Vertreter des Oranienburger Solarparkbetreibers IFE Eriksen AG.
 
Zu Beginn der Abendveranstaltung stellte Jacobus Smit kurz die IFE Eriksen AG vor, dessen 17 Hektar große Photovoltarikparks auf der Fläche des ehemaligen Oranienburger Militärflugplatzes am Nachmittag des gleichen Tages in Betrieb genommen wurde und nun bis zu 6,8 Megawatt in das deutsche Stromnetz einspeisen soll. Die Grundausrichtung des Firmengeschäfts fokussiert sich dabei nach Angaben des Vorstandsmitgliedes nicht nur auf die reine Gewinnmarge, sondern vielmehr auf den Ertrag einer jeden Kilowattstunde auf den Photovoltarikanlagen, die eingespeist werden kann. Denn ein Sinken der Strompreise ist aus der Sicht des Unternehmens nicht abzusehen.
 
Die Perspektive der Politik erörterte im Anschluss Katharina Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin in Form des Energiekonzeptes der Bundesregierung in groben Zügen. Dabei steht das große Ziel von einem 80 %-igen Anteil an erneuerbaren Energien vom Strombedarf im Jahre 2050 unter drei Voraussetzungen, die zugleich Bedingung sind. Erstens müsse die Wirtschaftlichkeit einer jeden Art der Stromproduktion sichergestellt sein, der sich aus dem Wettbewerb ergibt, dem sich auch die erneuerbaren Energien stellen müssen. Zweitens gilt es Versorgungssicherheit herzustellen nicht nur im Hinblick auf den produzierten Strom, sondern auch den Ressourcen, aus denen er entsteht. Zuletzt müsse sich jedoch auch jede Energiequelle als nachhaltig und möglichst umweltschonend erweisen. Dies sei nicht zuletzt die Verantwortung von Deutschland als Hochtechnologieland und weltweites Vorbild. Dabei warnte sie jedoch auch, dass in Zukunft der Staat sich nicht mehr im gleichen Maße an der Förderung erneuerbarer Energien beteiligen könnte. Wie Reiche jedoch hervorhob, sei die Grundlage der Abschmelzung dieser Subventionen die erfreulichen Effektivitätszuwächse in der der Branche, vor allem hinsichtlich der Produktionskosten und Effektivitätsgraden.
 
Den abschließenden Appell der Veranstaltung: „Die Chancen für uns Brandenburger Unternehmer stehen gut. Wir müssen daher jetzt versuchen diese neuen Perspektiven für uns zu nutzen.“, artikulierte Frank Bommert an die Zuhörer der Oberhaveler Unternehmensvertreter im Publikum.
 

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